Neuropsychologische Diagnostik

I. Intelligenztest

1. Allgemeine Intelligenzdiagnostik (verbal-sprachliche und handlungspraktische Fähigkeiten) ohne medizinische Indikation zur Bestimmung des Intelligenzquotienten (IQ)

Ablauf:
Durchgeführt werden 9-14 Untertests aus dem Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene (WIE) und der Gesamtwert (IQ) errechnet. Erstellt wird ein differenziertes Fähigkeitsprofil.

Verbalteil: Wortschatz-Test, Gemeinsamkeiten finden, Rechnerisches Denken, Zahlennach-sprechen, Allgemeines Wissen, Allgemeines Verständnis, Buchstaben-Zahlen-Folgen

Handlungsteil: Bilderergänzen Zahlen-Symbol-Test, Mosaiktest, Matritzen-Test, Bilderordnen, Symbolsuche, Figurenlegen

Dauer: ca. 120 Minuten

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II. Diagnostik von berufspezifischen intellektuellen bzw. kognitiven Leistungsvoraussetzungen

je nach Anforderung Erstellung eines Fähigkeitsprofils

z.B. zur Berufslaufbahnberatung; bei bestimmten klinischen Diagnosen z.B.: Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätsstörung mit und ohne Impulsivität; Zustand nach Schädelhirntraumen durch Unfälle; hirnorganischer Abbau (infolge von massivem Stress, psychischen Traumen, Chronic Fatigue Syndrom u.a..) , Dauer: je nach Umfang

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III. Screening der intellektuellen und exekutiven Funktionen

a) zur Erfassung des allgemeinen Intelligenz- und Leistungsniveaus

Allgemeinwissen, logisches Denkvermögen, Arbeitsgedächtnis, geistige Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Aufmerksamkeitsspanne

b) zur Erfassung der exekutiven Funktionen

Darunter versteht man im allgemeinen höchst verschiedenartige komplexe kognitive Prozesse höherer Ordnung, die immer dann ins Spiel kommen, wenn Handlungen geplant oder Absichten und Ziele über mehrere Schritte und Hindernisse hinweg verfolgt werden sollen. Aspekte wie Aufmerksamkeit und Inhibition (Fokussierung der Aufmerksamkeit auf handlungsrelevante Informationen/Prozesse sowie Hemmung irrelevanter Informationen /Prozesse), Ablauforganisation (Erstellen eines Ablaufprotokolls für eine komplexe Handlung, die rasche Wechsel zwischen den beteiligten Komponenten erfordert), Planen-"Monitoring" (Planung der Abfolge von Handlungsschritten zur Zielerreichung), Überwachung (Fortlaufende Prüfung und Aktualisierung der Inhalte im Arbeitsgedächtnis zur Bestimmung des jeweilig nächsten Schrittes in einer Handlungsfolge), Kodierung (Kodierung von Repräsentationen im Arbeitsgedächtnis nach der Zeit und nach dem Ort ihres Auftretens) werden den exekutiven Funktionen zugeordnet.

Exekutive Funktionen sind somit Informationsverarbeitungsvorgänge, die das Verhalten steuern, d.h. sie umfassen Vorgänge, bei denen abgewogen wird, auf welchen Reiz reagiert und welche Handlung dabei ausgeübt werden soll. Voraussetzung ist die Fähigkeit zur Impulskontrolle, d.h. die Fähigkeit, Impulse zurückzustellen und einer gedanklichen Bearbeitung im Arbeitsgedächtnis zu unterziehen, bevor sie in Handlungen umgesetzt werden.

Dauer: 45 bis 70 Minuten

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