© 2018 Dr. Christine Günther

Psychotherapie umfasst alle psychologischen Behandlungsmethoden bzw. Interventionsmethoden, die die Veränderung von unangemessenen Erlebens- und Verhaltensweisen mit Krankheitswert zum Ziel haben.

Dabei hat Therapie mit Hilfestellung im Rahmen einer Beziehung zu tun. Das Patienten-Therapeuten-Verhältnis bzw. Klienten-Therapeuten-Verhältnis spielt daher im therapeutischen Prozess eine entscheidende Rolle.

 

Es existieren ganz unterschiedliche Therapieformen. Zwei davon kommen in unserer Praxis zur Anwendung.

Der tiefenpsychologische oder psychoanalytische Ansatz geht davon aus, dass das Leiden des neurotischen bzw. persönlichkeitsgestörten Erwachsenen das äußere Symptom innerer ungelöster Traumata und Konflikte aus der Kindheit sind, welche mittels entsprechender Interventionen aufgelöst werden.

In unserer Praxis kommt eine besondere Methode der tiefenpsychologischen Therapie - die kathathym-imaginative Psychotherapie (KiP) zum Einsatz. Im wesentlichen handelt es sich dabei um vom Therapeuten angeregte und begleitete Imaginationen, in denen sich Konflikte, Abwehrstrukturen und unbewusste Antriebsimpulse symbolisch darstellen, die durch entsprechende Intervention „aufgelöst“ werden sollen.

 

Die Verhaltenstherapie hat dazu im Gegensatz die direkte Veränderung bzw. Modifikation von fehlangepassten Reaktionen, wie zum Beispiel Gedanken, Gefühlen und Reaktionen durch Prinzipien des Lernens (Umlernens) zum Ziel.

In einem methodenübergreifenden Ansatz versuchen wir je nach Störungsbild und in Absprache mit dem Patienten, die beiden Therapieansätze zu verbinden und für die Behandlung einzusetzen.